Archiv für das Tag 'Inhalt'

Oliver Wick

Was zeichnet eine gute Website aus?

Grafiker und Webdesigner sagen:
Ein ĂĽberzeugendes Design sollte an erster Stelle stehen,
denn der erste Eindruck des Besuchers ist prägend.

Techniker meinen: 
Der gesamte Quellcode sollte gĂĽltig und valide,
die Seite barrierefrei und suchmaschinenoptimiert sein.

Konzern-Chefs fordern:
Die Website muss den Umsatz signifikant steigern.

Marketing-Strategen setzen auf:
Content, Content, Content – also Inhalt

Soziale Einrichtungen wĂĽnschen sich:
Interaktionsmöglichkeit und regen Austausch mit den Nutzern.

User sagen:
der Webauftritt muss v.a. benutzerfreundlich und interessant sein.

Sicherlich alles richtig und bestimmt auch nicht ganz neu! All die genannten Punkte deuten in jedem Fall darauf hin, was eine Website definitiv nicht ist oder sein sollte:

Eine Website ist keine Visitenkarte!

Im Gegensatz zu dieser soll sie nämlich drei grundlegende Funktionen erfüllen:

  • sich mit den Kunden befassen,
  • eine Beziehung aufbauen und
  • den Boden fĂĽr weitere Besuche bereiten

Wie erreichen Sie nun diese Funktionen?

In einer losen Reihe werde ich diese Frage in der nächsten Zeit hier beantworten.

Foto: phecsone, fotolia.de 

Oliver Wick

form follows function

Der Gestaltungsleitsatz "Form folgt  Funktion" (FFF) kommt eigentlich aus der Architektur, wird aber oftmals auch fĂĽr Design und Gestaltung verwendet, und das zurecht. NatĂĽrlich ist es prima, wenn eine Publikation – sei sie nun on- oder offline – hĂĽbsch aussieht und eine vollendete Form aufweist, wenn jedoch der Inhalt nicht wirklich etwas hergibt, ist die ganze gute Form umsonst.

Andererseits muss natĂĽrlich auch gelten: der Inhalt kann noch so toll, wichtig und richtig sein, wenn er in grauenhafter Optik daherkommt, wird ihn auch kaum jemand lesen, geschweige denn wirklich aufnehmen.

Beides ist also wichtig, die Reihenfolge der Wichtigkeit gibt FFF wieder. Dass es sich bei Form und Funktion um zwei [unterschiedliche] Dinge handelt, ist natürlich klar, dass diese Trennung jedoch im Web 2.0 eine neue Dimension entwickelt, bedarf vielleicht einer kleinen Erklärung:

Wird auf statischen, vorwiegend auf html basierenden Webseiten Form und Inhalt quasi "in einem erstellt", setzen moderne, dynamische Seiten auf eine strikte Trennung: der Inhalt landet in einer Datenbank, in der keinerlei Wert auf die Darstellung gelegt wird, Text wird ohne jegliche Formatierung gespeichert, Bilder und grafisches Material wird als Datei angehängt und nur der Link zu diesen Dateien wird erfasst. Die Form wird seperat erstellt und meist mittels CSS festgelegt. Diese sog. Cascading Style Sheets, am besten ĂĽbersetzt mit der etwas sperrigen Begriffkombination "aufeinander aufbauende ‘Form’-Blätter", geben jedweden Inhalt in der vordefinierten Form wieder. Die revolutionäre Folge: derjenige, der den Inhalt eingibt, braucht keinerlei Computer-Kenntnisse, muss sich nicht um gestalterische Aspekte kĂĽmmern und kann sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren. Nachdem er auf den Speicherbutton drĂĽckt, steht alles – wie von Zauberhand – ordentlich und in der gewĂĽnschten Weise dargestellt, online.

Es ist also mittels dieser Trennung nicht nur deutlich einfacher geworden, Inhalte selbst online zu stellen, es ist auch der damit zusammenhängende oftmals umfassende Zeitfaktor [ich kann mich nicht auch noch darum kümmern, all das ins Internet zu stellen] ad acta gelegt: in nur wenigen Minuten sind neue, aktuelle Inhalte weltweit verfügbar; ohnehin [offline] verfasste Texte sind in Windeseile per copy & paste hochgeladen; Veränderungen, Ergänzungen und Anpassungen sind blitzschnell gemacht.

Es gibt noch viele andere GrĂĽnde, die fĂĽr dynamische Webseiten sprechen, dieser erscheint mir jedoch aus Sicht derer, die ihre Webseite aus Marketing-GrĂĽnden betreiben, der relevanteste.