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Oliver Wick

form follows function

Der Gestaltungsleitsatz "Form folgt  Funktion" (FFF) kommt eigentlich aus der Architektur, wird aber oftmals auch fĂĽr Design und Gestaltung verwendet, und das zurecht. NatĂĽrlich ist es prima, wenn eine Publikation – sei sie nun on- oder offline – hĂĽbsch aussieht und eine vollendete Form aufweist, wenn jedoch der Inhalt nicht wirklich etwas hergibt, ist die ganze gute Form umsonst.

Andererseits muss natĂĽrlich auch gelten: der Inhalt kann noch so toll, wichtig und richtig sein, wenn er in grauenhafter Optik daherkommt, wird ihn auch kaum jemand lesen, geschweige denn wirklich aufnehmen.

Beides ist also wichtig, die Reihenfolge der Wichtigkeit gibt FFF wieder. Dass es sich bei Form und Funktion um zwei [unterschiedliche] Dinge handelt, ist natürlich klar, dass diese Trennung jedoch im Web 2.0 eine neue Dimension entwickelt, bedarf vielleicht einer kleinen Erklärung:

Wird auf statischen, vorwiegend auf html basierenden Webseiten Form und Inhalt quasi "in einem erstellt", setzen moderne, dynamische Seiten auf eine strikte Trennung: der Inhalt landet in einer Datenbank, in der keinerlei Wert auf die Darstellung gelegt wird, Text wird ohne jegliche Formatierung gespeichert, Bilder und grafisches Material wird als Datei angehängt und nur der Link zu diesen Dateien wird erfasst. Die Form wird seperat erstellt und meist mittels CSS festgelegt. Diese sog. Cascading Style Sheets, am besten ĂĽbersetzt mit der etwas sperrigen Begriffkombination "aufeinander aufbauende ‘Form’-Blätter", geben jedweden Inhalt in der vordefinierten Form wieder. Die revolutionäre Folge: derjenige, der den Inhalt eingibt, braucht keinerlei Computer-Kenntnisse, muss sich nicht um gestalterische Aspekte kĂĽmmern und kann sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren. Nachdem er auf den Speicherbutton drĂĽckt, steht alles – wie von Zauberhand – ordentlich und in der gewĂĽnschten Weise dargestellt, online.

Es ist also mittels dieser Trennung nicht nur deutlich einfacher geworden, Inhalte selbst online zu stellen, es ist auch der damit zusammenhängende oftmals umfassende Zeitfaktor [ich kann mich nicht auch noch darum kümmern, all das ins Internet zu stellen] ad acta gelegt: in nur wenigen Minuten sind neue, aktuelle Inhalte weltweit verfügbar; ohnehin [offline] verfasste Texte sind in Windeseile per copy & paste hochgeladen; Veränderungen, Ergänzungen und Anpassungen sind blitzschnell gemacht.

Es gibt noch viele andere GrĂĽnde, die fĂĽr dynamische Webseiten sprechen, dieser erscheint mir jedoch aus Sicht derer, die ihre Webseite aus Marketing-GrĂĽnden betreiben, der relevanteste.

Oliver Wick

Content Management System

Im Gegensatz zu den Anfängen des Internets – es dominierte html, die textbasierte Auszeichnungssprache – ist es heutzutage unerlässlich, seinen Interent-Auftritt möglichst dynamisch zu gestalten. Also nicht starr und fĂĽr ewige Zeiten in Form gegossen, fĂĽr den normalen Computer-User nicht editierbar, fĂĽr den Laien sogar ein Buch mit sieben Siegeln, sondern eben offen, flexibel, jederzeit aktualiserbar, und das fĂĽr Jedermann. Und damit dies auch Jedermann bewerkstelligen kann, wurden sog. Content-Management-Systeme (CMS) erdacht. Diese Inhalts-Verwaltungssysteme zeichnen sich v.a. dadurch aus, dass sie ohne Programmier- oder html-Kenntnisse bedient werden können.

Die Vorzüge liegen auf der Hand: es wird nicht jedesmal ein Administrator benötigt, nur weil sich ein Detail des Web-Auftritts ändern soll. Tagesaktuelle Informationen für meine Kunden kann ich direkt selbst ins Netz stellen. Und der Nutzer wird darüber auch noch automatisch per Newsletter informiert. Und meines Erachtens nach das Wichtigste: meine Seite sieht immer wieder anders aus, die Inhalte werden laufend ergänzt und fortgeschrieben, ich liefere ständig Anlässe, sich meine Seite anzusehen und nach wertvollen Informationen zu suchen und diese auch zu finden. Und dies nicht nur für den einzelnen Nutzer, sondern auch für die Suchmaschinen und deren sog. Robots, die ständig nach neuen, aktualisierten Inhalten suchen und Seiten dementsprechend weit oben oder eben weiter unten in den Suchlisten der Suchmaschinen plazieren.

Eine der einfachsten Möglichkeiten, dynamische Webseiten mit CMS-Funktionalität zu erstellen, bietet die Open Source Software WordPress. Dieses zeitgemäße Weblog-System ist frei erhältlich und wird allen Ansprüchen an einen modernen und professionellen Webauftritt gerecht.

Neben dem CMS – das so einfach zu bedienen ist, wie beispielsweise Word oder Open Office – verfĂĽgt WordPress ĂĽber alle relevanten Funktionen, die allgemein mit dem Schlagwort Web 2.0 umschrieben werden, sich am besten aber ĂĽber folgende Adjektive erklären lassen: interaktiv, dynamisch, multimedial, sozial, partizipatorisch, nutzerfreundlich.