Archiv für das Tag 'Gestaltung'

Oliver Wick

Die Form prägt den ersten Eindruck

… und deshalb ist sie natürlich besonders wichtig. Form und optische Gestaltung einer Webseite tragen nicht unmaßgeblich dazu bei, dass die Seite Beachtung findet und letztlich als gute Seite bezeichnet wird.

Eine professionelle Gestaltung zeichnet sich v.a. dadurch aus, dass Weniger oft mehr ist:

  • nicht bunt und knallig,
  • nicht flackernd und bewegend,
  • nicht reißerisch und großspurig

Vielmehr sollte die Seite einen seriösen und professionellen Eindruck machen und natürlich zu Ihrem Unternehmen passen. 

D.h. in Einzelnen:

  • Die CI bzw. das CD der Einrichtung muss beibehalten werden
  • Bild und Text sollte in einem ausgewogenen, dem Inhalt angepassten Verhältnis stehen
  • Jede Seite sollte den gleichen Aufbau und das gleiche Layout aufweisen
  • Die verwendete Schriftart sollte am Bildschirm gut lesbar und ausreichend groß sein
  • Durch eine ansprechende Gestaltung sollte der Nutzer neugierig gemacht werden
  • Die Seite sollte möglichst individuell gestaltet sein
  • Eine möglichst originelle Umsetzung ist dabei hilfreich

Noch ein Punkt als Idee zur Gestaltung:

Ein Favicon (aus dem Englischen für favourite Icon, also sowas wie Lieblings-Symbol) ist ein wenige Pixel (genau 16 x 16 Pixel) großes Bildchen, welches in der Adresszeile des Browsers, links neben der Webadresse angezeigt wird. Speichert der Besucher Ihre Homepage in den Lesezeichen oder Favoriten, so wird das Favicon dort auch angezeigt und erleichtert somit die Orientierung – und bietet nebenbei ein nettes kleines Erkennungsmerkmal für Ihre Einrichtung. Bitten Sie doch Ihren Webdesigner, ein solches Favicon für Sie zu entwerfen und einzubauen. 

Oliver Wick

form follows function

Der Gestaltungsleitsatz "Form folgt  Funktion" (FFF) kommt eigentlich aus der Architektur, wird aber oftmals auch für Design und Gestaltung verwendet, und das zurecht. Natürlich ist es prima, wenn eine Publikation – sei sie nun on- oder offline – hübsch aussieht und eine vollendete Form aufweist, wenn jedoch der Inhalt nicht wirklich etwas hergibt, ist die ganze gute Form umsonst.

Andererseits muss natürlich auch gelten: der Inhalt kann noch so toll, wichtig und richtig sein, wenn er in grauenhafter Optik daherkommt, wird ihn auch kaum jemand lesen, geschweige denn wirklich aufnehmen.

Beides ist also wichtig, die Reihenfolge der Wichtigkeit gibt FFF wieder. Dass es sich bei Form und Funktion um zwei [unterschiedliche] Dinge handelt, ist natürlich klar, dass diese Trennung jedoch im Web 2.0 eine neue Dimension entwickelt, bedarf vielleicht einer kleinen Erklärung:

Wird auf statischen, vorwiegend auf html basierenden Webseiten Form und Inhalt quasi "in einem erstellt", setzen moderne, dynamische Seiten auf eine strikte Trennung: der Inhalt landet in einer Datenbank, in der keinerlei Wert auf die Darstellung gelegt wird, Text wird ohne jegliche Formatierung gespeichert, Bilder und grafisches Material wird als Datei angehängt und nur der Link zu diesen Dateien wird erfasst. Die Form wird seperat erstellt und meist mittels CSS festgelegt. Diese sog. Cascading Style Sheets, am besten übersetzt mit der etwas sperrigen Begriffkombination "aufeinander aufbauende ‘Form’-Blätter", geben jedweden Inhalt in der vordefinierten Form wieder. Die revolutionäre Folge: derjenige, der den Inhalt eingibt, braucht keinerlei Computer-Kenntnisse, muss sich nicht um gestalterische Aspekte kümmern und kann sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren. Nachdem er auf den Speicherbutton drückt, steht alles – wie von Zauberhand – ordentlich und in der gewünschten Weise dargestellt, online.

Es ist also mittels dieser Trennung nicht nur deutlich einfacher geworden, Inhalte selbst online zu stellen, es ist auch der damit zusammenhängende oftmals umfassende Zeitfaktor [ich kann mich nicht auch noch darum kümmern, all das ins Internet zu stellen] ad acta gelegt: in nur wenigen Minuten sind neue, aktuelle Inhalte weltweit verfügbar; ohnehin [offline] verfasste Texte sind in Windeseile per copy & paste hochgeladen; Veränderungen, Ergänzungen und Anpassungen sind blitzschnell gemacht.

Es gibt noch viele andere Gründe, die für dynamische Webseiten sprechen, dieser erscheint mir jedoch aus Sicht derer, die ihre Webseite aus Marketing-Gründen betreiben, der relevanteste.