Archiv für das Tag 'benutzerfreundlich'

Oliver Wick

Struktur macht benutzerfreundlich

Eine gute und sinnvolle Struktur der Seite verbindet einige wichtige Eigenschaften, die unerlässlich sind:

  • Eine ĂĽbersichtliche Navigation hilft beim Zurechtfinden
    Wie die Ăśberschriften fĂĽr die einzelnen Kapitel im Inhaltsverzeichnis eines Buches fĂĽhren im MenĂĽ aussagekräftige Schlagwörter als Links – also interaktive Verweise – zu den speziellen Inhalten der Website. Bei einer gut durchdachten Navigation sollte leicht zu erkennen sein, was auf der Website im einzelnen zu finden ist und an welcher Stelle. AuĂźerdem sollte man unkompliziert von einer Seite zu jeder anderen springen können.
  • Eine gute Struktur erleichtert die Aufnahme der Inhalte
    Strukturieren Sie Ihre Inhalte. Niemand hat Lust ellenlange Seiten zu lesen. Texte sollten klar und kurz formuliert sein. Gliedern Sie durch Absätze und Zwischenüberschriften. Aufzählungen sind besser als lange Textwüsten. Unterstreichungen im Text sollten Sie nur für Links verwenden, denn Webseiten-Besucher versuchen unterstrichene Textpassagen anzuklicken.
  • Eine einfache und in sich logische Bedienbarkeit  erfreut die Nutzer und hält sie länger auf der Seite
  • Die Seite sollte möglichst schnellen Zugriff auf eine bestimmte Information ermöglichen
    Achten Sie auch auf das Ladeverhalten – der Seitenaufbau sollte flüssig sein und ohne nennenswerte Verzögerung geschehen. D.h. vermeiden Sie es möglichst, große Bilder zu verwenden sowie Plugins oder Features einzusetzen, die hohe Rechnerleistung beanspruchen
  • Nichts verwirrt den Nutzer mehr als unerwartete Ereignisse
    Hier wäre die bereits erwähnte Sache mit dem einheitlichen Layout zu nennen, vermeiden Sie es, dass sich die Optik der Seite plötzlich durch einen Klick komplett verändert. Hier geht’s aber auch um hilfreiche Hinweise, wie z.B.: mit einem Klick verlassen Sie unsere Seite – sie werden zu xy weitergeleitet.
  • Links verbinden und helfen strukturieren
    Wichtig: Vermeiden Sie Sackgassen.
    Setzen Sie wo immer möglich Links ein. Nicht nur zu externen Seiten, sondern v.a. zu internen. Betrachten Sie ihre gesamte Seite als großes Netzwerk mit einer Vielzahl von Beziehungen, die Sie auch deutlich machen und durch Verlinkung kennzeichnen. Vergessen Sie auch nicht, den Rückweg anzubieten – selbst der Zurück-Button ist bei ungeübten Usern nicht selbstverständlich immer im Gedächtnis. Links sollten deutlich als solche gekennzeichnet sein und auch entsprechend groß, damit sie sich mit der Maus leicht treffen lassen. Verwenden Sie eindeutige Linkbeschreibungen und achten Sie darauf, dass alle Links auch tatsächlich funktionieren. Und machen Sie regen Gebrauch von ALT-Texten – also den Alternativ-Texten, die beim Überfahren mit der Maus angezeigt werden. Sie sind übrigens auch für Bilder absolut hilfreich – kann das Bild aus welchen Gründen auch immer einmal nicht angezeigt werden, hilft der ALT-Text ein wenig weiter; und Sehbehinderten dient er als kompletter Bild-Ersatz – oftmals nicht wirklich anschaulich, wie Blinde leider all zu häufig berichten.

Die bisherigen Punkte Inhalt, Optik und Struktur ergeben somit kurz zusammengefasst: Eine gute Website zeichnet sich durch individuelle, ansprechende, klare, nicht ĂĽberladene grafische Gestaltung aus. Dabei sollte grundsätzlich die Einheit von Inhalt und Form angestrebt werden. Eine ĂĽbersichtliche Struktur und Navigation sollte ebenso selbstverständlich sein wie interessante inhaltliche Angebote. 

Oliver Wick

Was zeichnet eine gute Website aus?

Grafiker und Webdesigner sagen:
Ein ĂĽberzeugendes Design sollte an erster Stelle stehen,
denn der erste Eindruck des Besuchers ist prägend.

Techniker meinen: 
Der gesamte Quellcode sollte gĂĽltig und valide,
die Seite barrierefrei und suchmaschinenoptimiert sein.

Konzern-Chefs fordern:
Die Website muss den Umsatz signifikant steigern.

Marketing-Strategen setzen auf:
Content, Content, Content – also Inhalt

Soziale Einrichtungen wĂĽnschen sich:
Interaktionsmöglichkeit und regen Austausch mit den Nutzern.

User sagen:
der Webauftritt muss v.a. benutzerfreundlich und interessant sein.

Sicherlich alles richtig und bestimmt auch nicht ganz neu! All die genannten Punkte deuten in jedem Fall darauf hin, was eine Website definitiv nicht ist oder sein sollte:

Eine Website ist keine Visitenkarte!

Im Gegensatz zu dieser soll sie nämlich drei grundlegende Funktionen erfüllen:

  • sich mit den Kunden befassen,
  • eine Beziehung aufbauen und
  • den Boden fĂĽr weitere Besuche bereiten

Wie erreichen Sie nun diese Funktionen?

In einer losen Reihe werde ich diese Frage in der nächsten Zeit hier beantworten.

Foto: phecsone, fotolia.de