AnfĂŒhrungszeichen Und ich sag Aposthroph noch Komma fahr Aposthroph nicht bei dem Nebel Punkt Punkt Punkt AbfĂŒhrungszeichen

So oder so Ă€hnlich werden oft Zitate wiedergegeben. Wobei eines fest steht: das Wort „AbfĂŒhrungszeichen“ gibt es definitiv nicht! FĂ€lschlicherweise hat es sich in die Umgangssprache eingeschlichen, weil es scheinbar gut zum Ende einer AnfĂŒhrung paßt. Da sich die AnfĂŒhrung – und damit verbunden das AnfĂŒhrungszeichen – jedoch auf den Inhalt eines wiedergegebenen Textes bezieht, nicht auf den Schreibfluss, spricht man eben nicht von der AbfĂŒhrung, sondern vom „Ende der AnfĂŒhrung“ oder benutzt die Bezeichnung „Schlußzeichen“.

Das mit der AbfĂŒhrung ist jedoch m. E. das kleinere Übel! Mit Christoph Koeberlin bin ich mir einig, dass es â€žkaum eine Sache [gibt], die hĂ€ufiger falsch gemacht wird als unsere liebevoll »GĂ€nsefĂŒĂŸchen« genannten AnfĂŒhrungszeichen.“ Auf Typefacts erlĂ€utert er sehr anschaulich, und mit vielen Beispielen und Übungen verbunden, was man alles falsch machen kann, aber v.a. auch, wie es richtig geht! Und er nennt auch die wichtigsten Tastatur-KĂŒrzel, um die richtigen Satzzeichen auf unseren â€“ von der Schreibmaschine kommenden und deshalb nur ungenĂŒgend zur richtigen Interpunktion geeigneten Computertastaturen – zu erzeugen. Denn die landlĂ€ufige Meinung, dass die beiden Strichlein ĂŒber der „2“ als AnfĂŒhrungs- und Schlußzeichen gedacht sind, ist falsch: auch dies ist, wie der ausfĂŒhrliche Artikel bei Wikipedia ĂŒber AnfĂŒhrungszeichen zeigt, nur eingebĂŒrgert und der Einfachheit halber ĂŒbernommen worden.

Typografisch richtig sind im Deutschen einzig zwei Varianten. Die eine folgt der EselsbrĂŒcke „99 unten, 66 oben“ – d.h. also als Beginn der AnfĂŒhrung die beiden nach links weisenden HĂ€ckchen – die an zwei Neunen erinnern – auf der Grundlinie der Zeile, zu erzeugen mit dem TastaturkĂŒrzel ALT 0132 (ALT-Taste gedrĂŒckt halten und die vier Ziffern auf dem separaten Ziffernblock der Tastatur eingeben) und am Ende der AnfĂŒhrung als Schlußzeichen die nach rechts weisenden HĂ€ckchen – zwei Sechsen – oberhalb der Mittellinie (TastaturkĂŒrzel ALT 0147).

Die zweite Variante ist optisch merklich eleganter und kommt – wer hĂ€tte es gedacht – aus dem Französischen: die Verwendung der »kleinen Willis«, der sog. »Guillemets«. Allerdings nicht in der ursprĂŒnglich französischen Form, die das AnfĂŒhrende zwischen zwei mit den Spitzen nach außen zeigende Doppelpfeile stellt, sondern spiegelverkehr verwendet mit den Spitzen nach innen. Auch hierzu seien die Tastatur-KĂŒrzel genannt: ALT 0187 erzeugt dies: », ALT 0171 dies: «.

Kombiniert man diese beiden richtigen Varianten dann noch mit ihren untergeordneten Zeichen zweiter Ebene – den jeweils einfachen, nicht doppel-strichigen – dann ergibt sich ein rundes und v.a. richtiges Bild. Verwenden Sie also fĂŒr das Zitat innerhalb eines Zitats: ALT 0130 und ALT 0145 (‚ ‘) oder ALT 0155 bzw. ALT 0139 (â€ș â€č). Und fĂŒr all jene, denen die vielen ALT-Kombinationen eigentlich nur Verwirrung stiften, ein Tipp zum Erlernen von Tasten-Kombinationen ganz allgemeiner Art: »Nehmen Sie sich pro Tag maximal ein TastenkĂŒrzel vor und ĂŒben Sie dieses durch permanente und stringente Nutzung ein. Das nĂ€chste KĂŒrzel folgt dann am nĂ€chsten Tag. So schaffen Sie es ĂŒber einen relativ kurzen Zeitraum, sich eine ganze Menge anzueignen, ohne sich zu ĂŒberfordern." Auch wenn dabei dann fĂŒr einige Zeit genau sowas wie dieses letzte Zitat zustandekommt: Vorne die richtige Verwendung des AnfĂŒhrungszeichens … und dann am Ende mit falschem Abschluß – Ihr doppelter Trost dabei: Sie sind nur einer unter vielen, die diesen Fehler machen – und Sie sind dies nicht mehr sehr lange …

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